Ausgangspunkt

Warum das Thema Geld anders funktioniert als eine Excel-Tabelle

Geldentscheidungen fühlen sich selten neutral an. Ein Kontostand ist mehr als eine Zahl, er wird oft unbewusst zur Bewertung der eigenen Disziplin, des eigenen Wertes oder der eigenen Zukunft. Genau deshalb reicht reines Fachwissen über Budgetierung oder Sparquoten häufig nicht aus, um ins Handeln zu kommen. Verhaltensökonomische Konzepte wie Verlustaversion oder kognitive Dissonanz beschreiben, warum Menschen eine unangenehme Information lieber meiden, statt sie sofort zu bearbeiten. Diese Reaktion ist nachvollziehbar und weit verbreitet, sie lässt sich aber gezielt bearbeiten, wenn man sie benennt.

Die Webinar-Serie von Island Breeze übersetzt solche Konzepte in konkrete, nachvollziehbare Übungen. Es geht nicht darum, Fachbegriffe zu vermitteln, sondern darum, das eigene Verhalten in Alltagssituationen wiederzuerkennen und daraus einen machbaren nächsten Schritt abzuleiten.

Vier innere Muster

Was hinter dem Zögern häufig steckt

In den Gesprächen der Webinar-Reihe tauchen bestimmte Muster wiederholt auf. Sie erklären, warum eine an sich einfache Aufgabe wie das Öffnen der Banking-App über Wochen liegen bleibt.

Angstvermeidung

Die Sorge vor einer schlechten Nachricht wiegt schwerer als der tatsächliche Blick auf die Zahlen.

Identitätskonflikt

Der Gedanke „Ich war noch nie gut mit Geld“ wird zur selbsterfüllenden Erwartung.

Kontrollverlust-Gefühl

Wenn Ausgaben unübersichtlich wirken, fühlt sich jede Beschäftigung damit überfordernd an.

Fehlende Sofort-Belohnung

Ein Notgroschen zahlt sich erst in der Zukunft aus, das macht den heutigen Aufwand schwerer zu motivieren.

Handgeschriebene Notizen in einem Journal zur Reflexion über Geldgewohnheiten auf einem Holztisch
Methodischer Ansatz

Kleine Experimente statt großer Vorsätze

Statt umfassender Finanzpläne arbeiten die Webinare mit kleinen, klar umrissenen Experimenten. Ein Beispiel: den Kontostand an drei festen Tagen der Woche für jeweils eine Minute anzusehen, ohne sofort etwas verändern zu müssen. Solche Übungen sind bewusst niedrigschwellig gehalten, damit sie sich auch an einem anstrengenden Tag noch umsetzen lassen.

Ergänzt wird das durch kurze schriftliche Reflexion und gelegentliche Austauschpartner innerhalb der Gruppe, die den eigenen Fortschritt sichtbar machen, ohne Druck aufzubauen.

In der Praxis

Was Teilnehmende konkret üben

Zeitlich begrenzte Konto-Checks

Ein fester, kurzer Zeitrahmen nimmt dem Blick aufs Konto die gefühlte Größe.

Kurze Reflexionssätze

Ein Satz nach jeder Übung hält fest, wie sie sich tatsächlich angefühlt hat.

Mikro-Rücklagen

Sehr kleine, automatisierte Beträge machen den Einstieg in einen Notgroschen weniger abstrakt.

Austausch zu zweit

Kurze Paarübungen innerhalb der Gruppe schaffen Verbindlichkeit ohne Bewertung.

Ein einziger nächster Schritt

Statt einer langen To-do-Liste nimmt jede Person genau einen Punkt für die Woche mit.

Moderatorin der Webinar-Serie im Porträt auf einer Terrasse mit natürlichem Licht
Begleitung durch die Reihe

Wer die Webinare moderiert

Die Sitzungen werden von einer Moderatorin mit Hintergrund in Verhaltenspsychologie und Erwachsenenbildung begleitet. Der Schwerpunkt liegt auf Gesprächsführung und Gruppendynamik, nicht auf individueller Finanzberatung. Konkrete Anlage- oder Steuerfragen werden bewusst nicht behandelt, da hierfür andere Fachstellen zuständig sind.

Ziel ist es, einen Rahmen zu schaffen, in dem Teilnehmende offen über ihre Vermeidungsmuster sprechen können, ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen.

Häufige Fragen

Fragen zum Ansatz

Nein. Die Webinare vermitteln psychologisches Verständnis und Übungen zu Gewohnheiten. Individuelle Anlage-, Steuer- oder Kreditberatung ist nicht Bestandteil des Formats.

Nein. Übungen lassen sich auch ohne das Nennen konkreter Beträge durchführen, das Prinzip zählt mehr als die genaue Summe.

Bei akuten finanziellen Notlagen oder Verschuldung sind spezialisierte Schuldnerberatungsstellen die passendere erste Anlaufstelle.

Keines. Die Sitzungen sind bewusst so aufgebaut, dass auch Einsteiger ohne Vorerfahrung folgen können.

Ja, die offenen Themenabende sind einzeln besuchbar. Details dazu finden sich auf der Seite Kommende Termine.

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